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Es gibt keine „gute“ Kommunikation

Oder: Warum Paarprobleme oft keine Kommunikationsprobleme sind

„Das Problem ist unsere Kommunikation“ ist ein Satz, den ich im therapeutischen Alltag häufig höre. Ehrlich gesagt glaube ich meistens nicht daran. Nicht, weil Kommunikation unwichtig wäre, sondern weil das meiste, was wir als Kommunikationsproblem bezeichnen, in Wirklichkeit ein Regulationsproblem ist.

Menschen kommunizieren nicht primär, um Informationen auszutauschen. Menschen kommunizieren, um Nervensysteme zu regulieren. Das Gehirn interessiert sich evolutionär nicht zuerst für die Wahrheit einer Aussage, sondern ehe für die existentielle Fragestellung:

Bin ich sicher?

Erst danach kommt die Frage, ob eine Aussage logisch, sachlich oder inhaltlich korrekt ist. Und ob etwas als logisch, sachlich oder inhaltlich erlebt wird, hat übrigens auch einen Einfluss darauf, ob wir uns damit wohl bzw. sicher fühlen können oder nicht.

Ich nenne diese Perspektive RMH (Regulatory Matching Heuristics). Die Grundidee ist einfach: Menschen reagieren nicht primär auf Informationen, sondern auf die regulatorische Bedeutung, die Informationen für ihr Nervensystem haben. Anders gesagt: Dieselben Worte können für unterschiedliche Menschen völlig unterschiedliche Signale von Sicherheit oder Unsicherheit transportieren.

Wenn Kommunikation tatsächlich primär Informationsübertragung wäre, müssten viele Paarprobleme mit mehr Informationen lösbar sein. Merkwürdigerweise sind sie das oft nicht.

Das Nervensystem hört schneller als der Verstand

Stell dir vor, dein Partner oder deine Partnerin sagt:

„Wir müssen reden.“

Der präfrontale Cortex hat noch nicht einmal Zeit gehabt, den Satz genau zu analysieren. Trotzdem hat der Körper oft bereits begonnen zu reagieren: Herzfrequenz, Muskelspannung, innere Alarmbereitschaft, vielleicht ein Druck im Bauch oder im Brustkorb. Das passiert nicht, weil jemand irrational ist, sondern es passiert, weil Nervensysteme Bedeutung nicht zuerst aus Worten ableiten. Sie erkennen Muster und sie scannen permanent nach Hinweisen auf Gefahr und Sicherheit.

Deine Neurobiologie fragt ständig:

  • Bin ich noch verbunden?
  • Ist die Situation vorhersehbar?
  • Werde ich akzeptiert?
  • Droht Ablehnung?
  • Verliere ich Status?
  • Muss ich mich schützen?
  • Kann ich mich auf diese Person verlassen?

Jeder Satz wird vor diesem Hintergrund zuerst biologisch bewertet und erst danach sprachlich verarbeitet. Das Nervensystem hört schneller als der Verstand.

Es gibt keine Sachebene

Ein Konzept, das ich immer wieder hinterfrage, ist die Idee einer „reinen Sachebene“. Damit meine ich nicht nur eine konstruktivistische Perspektive, obwohl diese natürlich auch dazu passt. Ich meine etwas noch Grundlegenderes. Menschen können versuchen, sachlich zu formulieren. Natürlich. Sie können präzise, ruhig, logisch und inhaltlich korrekt sprechen. Aber das bedeutet längst nicht, dass ihr Nervensystem sachlich kommuniziert.

Wenn jemand sagt:

„Der Geschirrspüler ist nicht ausgeräumt.“

dann wird nicht nur eine Information über einen Geschirrspüler gesendet. Gleichzeitig werden mögliche Informationen über Aufmerksamkeit, Erwartung, Prioritäten, Nähe, Distanz, Verantwortung, Status und Zugehörigkeit mitgesendet.

Nicht unbedingt, weil die sprechende Person das beabsichtigt, sondern weil soziale Säugetiere gar nicht anders kommunizieren können. Das Nervensystem kodiert immer Beziehung, weil Beziehung für soziale Säugetiere Sicherheit bedeutet.

Man kann nicht beschließen:

„Ich sende jetzt nur Inhalt und keine Beziehungsinformation.“

Auch Kürze, Schweigen, Sachlichkeit, Präzision, Ironie, Rückzug oder übermäßige Erklärung sind Beziehungssignale. Sie werden vom anderen Nervensystem gelesen, ob wir das wollen oder nicht.

Kommunikation besteht nicht aus Worten

Aus RMH-Sicht besteht Kommunikation nicht primär aus Worten. Kommunikation besteht aus regulatorischen Angeboten. Worte sind nur das Transportmedium.

Ein Satz kann daher inhaltlich korrekt und gleichzeitig regulatorisch unpassend sein. Ein Satz kann freundlich gemeint und trotzdem als Druck erlebt werden. Ein Satz kann sachlich formuliert sein und trotzdem im anderen Nervensystem als Kritik, Ablehnung oder Gefahr ankommen.

Das bedeutet nicht, dass jemand „falsch“ hört. Es bedeutet, dass das Nervensystem etwas anderes extrahiert als die sprechende Person senden wollte. Und genau dort entstehen viele Beziehungskonflikte.

Menschen kommunizieren Bindung

Aus einer radikal neurobiologischen Perspektive ist Kommunikation vielleicht nur ein Sonderfall von Bindungsverhalten. Wenn Partner:innen, Eltern, Kinder oder Familienmitglieder miteinander sprechen, verhandeln sie nie nur Inhalte.

Sie verhandeln, ob sie wollen oder nicht, ständig Fragen wie:

  • Bist du auf meiner Seite?
  • Bin ich wichtig?
  • Kann ich mich auf dich verlassen, wenn es wirklich zählt?
  • Wirst du bleiben?
  • Muss ich mich schützen?
  • Werde ich verstanden?

Viele Konflikte wirken an der Oberfläche, als ginge es um rationale Dinge: Termine, Haushalt, Geld, Kinder, Planung, Ordnung, Schlafenszeiten, Urlaubsorganisation oder wer was wann gesagt hat. Also Dinge, die scheinbar mit Excel, Kalendern oder besseren Absprachen lösbar wären. Unter der Oberfläche geht es aber oft um Sicherheit.

Wenn unsere Meinung nicht gehört wird, fragt etwas in uns nicht nur: „Warum wird mein Vorschlag nicht berücksichtigt?“

Sondern tiefer:

  • „Bin ich wichtig?“
  • „Zählt meine Wahrnehmung?“
  • „Bin ich in dieser Beziehung sicher?“

Diese Fragen sind biologisch viel älter als Sprache.

Neurodivergente Beziehungen machen das sichtbar

Neurodivergente Beziehungen zeigen häufig besonders deutlich, was vermutlich in allen Beziehungen passiert. Zwei Menschen können dieselbe Sprache verwenden und trotzdem völlig unterschiedliche Beziehungssprachen sprechen.

Ein autistischer Partner zeigt Liebe vielleicht durch Präzision, Problemlösung, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und das Teilen relevanter Informationen. Das ist nicht “kalt”, sondern ein Bindungsangebot.

Es bedeutet vielleicht:

  • „Ich achte auf Details, weil du mir wichtig bist.“
  • „Ich versuche Probleme vorhersehbar zu machen, damit es uns gut geht.“
  • „Ich sage dir die Wahrheit, weil ich dich respektiere.“
  • „Ich investiere kognitive Energie in unser gemeinsames Gelingen.“

Wenn allerdings der andere Partner Liebe vielleicht stärker über emotionale Resonanz erlebt, über zum Beispiel nonverbale Signale, Tonfall, Blickkontakt, spontane Wärme oder eine bestimmte „Farbmelodie“ in der Stimme, dann kann das eben als kalt, kritisch, kontrollierend usw, erlebt werden.

Dann kann es passieren, dass eine Person über Präzision Liebe sendet und die andere Person genau dort etwas vermisst, nicht weil Liebe fehlt, sondern weil Liebe über unterschiedliche regulatorische Kanäle gesendet und empfangen wird.

Das Problem ist in dem Fall nicht fehlende Liebe, sondern fehlendes regulatorisches Übersetzen.

Beispiel: Die Ampel

Das berühmte Beispiel von Friedemann Schulz von Thun, Kommunikationspsychologe und Autor des bekannten Vier-Ohren-Modells („Miteinander reden“): Ein Paar sitzt im Auto und die Ampel springt auf Grün. Ein Partner sagt:

„Es ist grün.“

Auf der sogenannten Sachebene ist das eine simple Information, aber es gibt keine reine Sachebene. Das Nervensystem der anderen Person kann aus genau diesem Satz völlig unterschiedliche Informationen extrahieren:

  • „Danke, ich habe es nicht gesehen.“
  • „Du hilfst mir.“
  • „Du vertraust mir nicht.“
  • „Du hältst mich für unfähig.“
  • „Du kontrollierst mich.“
  • „Ich werde schon wieder korrigiert.“

Die sprechende Person wollte vielleicht nur hilfreich sein aber die empfangende Person erlebt vielleicht eine kleine Statusverletzung oder einen Angriff auf Kompetenz. Damit soll nicht gesagt werden, dass jemand hier lügt, manipuliert oder objektiv „falsch“ kommuniziert. Zwei Nervensysteme extrahieren aus demselben Satz unterschiedliche Sicherheitsinformationen.

Beispiel: Planung, Stau und das AuDHD-Gehirn

Ein neurotypischer Partner sagt:

„Ich finde, wir sollten um 18 Uhr fahren.“

Die Die AuDHD-Person antwortet vielleicht:

„Wenn wir um 18 Uhr fahren, stehen wir wahrscheinlich im Stau. Beim letzten Mal war das auch so. Du hast damals selbst vorgeschlagen, dass wir früher losfahren sollten. Wenn wir diesmal um 17 Uhr fahren, vermeiden wir den Stau vermutlich.“

Auf der Oberfläche könnte man meinen, hier werde einfach eine logistische Frage diskutiert, so in etwa Wann fahren wir los? 17 Uhr oder 18 Uhr?

Aber RMH würde sagen: Es geht nicht nur um Uhrzeit.

Die AuDHD-Person kommuniziert möglicherweise:

  • Ich habe relevante Informationen gesammelt.
  • Ich versuche, ein Problem vorhersehbar zu machen.
  • Ich möchte Stress vermeiden.
  • Ich engagiere mich für unser gemeinsames Ziel.
  • Ich erinnere mich an frühere Erfahrungen und versuche daraus zu lernen.
  • Ich will beitragen.

Das Nervensystem der anderen Person extrahiert möglicherweise etwas völlig anderes:

  • Mein Vorschlag genügt offenbar nicht.
  • Mir wird widersprochen.
  • Ich werde korrigiert.
  • Meine Kompetenz wird infrage gestellt.
  • Alles wird wieder kompliziert.
  • Ich verliere Leichtigkeit und Autonomie.

Dann sagt die andere Person vielleicht: „Warum musst du über alles immer eine Diskussion machen? Wir fahren um 18 Uhr. Es wird schon passen.“

Die AuDHD-Person hört daraufhin vielleicht nicht nur diesen Satz. Das Nervensystem extrahiert möglicherweise:

  • Meine Beweislage interessiert dich nicht.
  • Meine Wahrnehmung zählt nicht.
  • Ich werde bestraft, obwohl ich helfen wollte.
  • Du entscheidest einfach über mich hinweg.
  • Ich bin nicht sicher, wenn ich Informationen einbringe.

Und so eskaliert eine scheinbar kleine Planungssituation, nicht, weil jemand besonders unempathisch ist, sondern weil zwei Nervensysteme völlig unterschiedliche Informationen aus derselben Situation extrahieren und beide beginnen, sich zu schützen.

Beispiel: Spontaneität und Vorhersagbarkeit

Noch ein typisches Beispiel in neurodivergenten Beziehungen:

Eine ADHS-Person sagt: „Lass uns spontan entscheiden.“

Für diese Person kann Spontaneität ein Regulationsangebot sein.

Es bedeutet vielleicht:

  • Freiheit
  • Lebendigkeit
  • weniger Druck
  • mehr Leichtigkeit
  • nicht alles kontrollieren müssen

Eine autistische Person hört möglicherweise etwas völlig anderes:

  • Ich kann mich nicht vorbereiten.
  • Ich weiß nicht, was auf mich zukommt.
  • Ich kann meine Energie nicht einteilen.
  • Ich verliere Vorhersagbarkeit.
  • Ich werde später überfordert sein.

Die autistische Person sagt dann vielleicht: „Kannst du mir bitte einfach sagen, was wir machen werden?“

Für die autistische Person ist das kein Kontrollversuch, sondern ein Versuch von Selbstregulation. Die ADHS-Person wiederum könnte daraus extrahieren:

  • Ich werde eingeengt.
  • Meine Freiheit wird reduziert.
  • Ich darf nicht spontan sein.
  • Alles wird schwer.
  • Ich werde kontrolliert.

Auch hier versuchen beide Personen Sicherheit herzustellen, aber sie versuchen es in entgegengesetzte Richtungen: Eine Person reguliert über Offenheit und die andere über Vorhersagbarkeit. Wenn niemand diese regulatorische Logik erkennt, sieht es schnell so aus, als wäre eine Person „kontrollierend“ und die andere „unzuverlässig“. Dabei versuchen beide Nervensysteme lediglich, sich sicherer zu fühlen.

Das eigentliche Double Empathy Problem

Das Double Empathy Problem wird häufig als Unterschied zwischen Kommunikationsstilen verstanden. Vielleicht wird es deshalb manchmal missverstanden. Häufig wird angenommen, zwei Menschen würden einander nicht verstehen. Vielleicht verstehen sie einander sogar erstaunlich gut. Vielleicht fühlen sie sich nur nicht sicher.

Das wäre etwas völlig anderes. Es geht nicht nur darum, dass unterschiedliche Menschen unterschiedlich kommunizieren. Es geht darum, dass unterschiedliche Nervensysteme unterschiedliche Signale als Sicherheit erkennen:

  • Eine Person reguliert über Vorhersagbarkeit, eine andere über Flexibilität.
  • Eine Person reguliert über Struktur, eine andere über Autonomie.
  • Eine Person reguliert über emotionale Resonanz, eine andere über Klarheit.
  • Eine Person erlebt direkte Sprache als ehrlich und sicher, Eine andere erlebt dieselbe Direktheit als hart oder abweisend.
  • Eine Person erlebt Nachfragen als Interesse, eine andere erlebt Nachfragen als Infragestellung.
  • Eine Person erlebt Problemlösung als Liebe, eine andere erlebt Problemlösung als fehlende emotionale Begleitung.

Dann entsteht leicht die Illusion: „Du verstehst mich nicht“, obwohl die Menschen die regulatorische Logik des anderen oft gar nicht erkennen. Sie wissen nicht, dass das, was sie selbst als Sicherheit anbieten, im anderen Nervensystem als Gefahr, Druck, Kontrolle, Kritik oder Entzug ankommen kann.

Es gibt daher keine „gute“ Kommunikation

Das klingt zunächst absurd und vielleicht auch provokant, aber machen wir für einen Moment ein Gedankenexperiment: Vielleicht existiert keine objektiv gute Kommunikation. Vielleicht existiert nur Kommunikation, die zu diesem Nervensystem, in diesem Moment, unter diesen Bedingungen passt.

Das wäre eine zentrale Idee hinter einer Regulatory Matching Heuristic, also RMH.

  • Nicht: Was ist die richtige Botschaft? Sondern: Welche Botschaft kann dieses Nervensystem gerade als Sicherheit verarbeiten?
  • Nicht: Habe ich es korrekt formuliert? Sondern: Ist das, was ich sende, für diese Person in diesem Zustand überhaupt aufnehmbar?
  • Nicht: Wer kommuniziert besser? Sondern: Welche Regulationsstrategie versucht sich hier gerade durchzusetzen?

Das ist ein anderer Blick auf Therapie, Paarbeziehungen und Familienkonflikte. Es geht nicht nur um bessere Worte. Es geht um besseres Matching.

Die therapeutische Konsequenz

Aus dieser Perspektive lautet eine zentrale Frage in der Paar- und Familientherapie nicht:

„Wie kann dieses Paar besser kommunizieren?“ Sondern: „Was versucht das Nervensystem dieser Person gerade zu erreichen?“

Diese Frage verändert den Blick:

  • Kontrolle kann als Versuch von Vorhersagbarkeit verstanden werden.
  • Rückzug kann ein Versuch von Selbstregulation sein, damit später wieder Kontakt möglich wird.
  • Kritik kann ein verzweifelter Versuch von Verbindung sein.
  • Schweigen kann Schutz bedeuten.
  • Detailgenauigkeit kann Fürsorge sein.
  • Spontaneität kann ein Versuch sein, Druck zu reduzieren.
  • Direktheit kann Respekt bedeuten.
  • Emotionale Intensität kann ein Versuch sein, Bindung wiederherzustellen.

Das heißt nicht, dass jedes Verhalten automatisch hilfreich ist. Es heißt auch nicht, dass Menschen nicht Verantwortung für ihr Verhalten übernehmen müssen. Aber es bedeutet, dass wir hinter problematischen Mustern oft eine nachvollziehbare regulatorische Logik finden. Aus Schuldigen werden dann nicht einfach Unschuldige, aber aus scheinbar irrationalen oder “miesen” Reaktionen werden verstehbare Schutz- und Bindungsversuche und genau dort beginnt therapeutische Arbeit.

RMH-Kommunikation

Aus RMH-Sicht sind viele Beziehungskonflikte keine Kommunikationsprobleme. Sie sind Kollisionen unterschiedlicher Regulationssysteme. Kommunikation wird dann wirksam, wenn sie nicht nur verstanden wird, sondern vom Nervensystem des Gegenübers als ausreichend sicher erlebt werden kann.

Deswegen ist es (für mich) nicht zielführend an objektiv gute Kommunikation zu glauben, sondern nur Kommunikation, die für dieses Nervensystem, in diesem Moment, ausreichend sicher, klar und anschlussfähig usw. ist.

Aus RMH-Sicht scheitern Beziehungen deshalb oft nicht an mangelnder Liebe oder mangelnder Kommunikationsfähigkeit. Sie scheitern daran, dass Menschen unterschiedliche Wege entwickelt haben, Sicherheit herzustellen, und diese Wege gegenseitig für Ablehnung, Kontrolle, Kritik oder Desinteresse halten.

Das ist besonders in neurodivergenten Beziehungen sichtbar, aber es betrifft nicht nur neurodivergente Menschen. Es betrifft alle sozialen Säugetiere, die versuchen, in Beziehungen sicher zu sein. Vielleicht scheitern Beziehungen deshalb viel seltener an mangelnder Liebe, als wir glauben. Vielleicht scheitern sie daran, dass Menschen unterschiedliche Wege entwickelt haben, Sicherheit herzustellen und vielleicht halten wir genau diese Wege dann für Kontrolle, Kritik, Rückzug, Kälte, Sturheit oder Desinteresse. Dabei versucht die andere Person oft dasselbe wie wir: Sicherheit herzustellen. Nur auf einem anderen Weg.

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